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		<title>V wie VRNK</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2024 22:00:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein wenig Kontext Ist eine Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Merkwürdig, wie manche Projekte sich entwickeln. Ich arbeite mir die Finger wund, schreibe, denke, leide und halte mich sklavisch an meine selbst auferlegten Pläne. Hab mein Journal, mein Mantra und die Illusion mein Leben im Griff zu haben. Ich bilde mir so viel [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein wenig Kontext</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ist eine Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Merkwürdig, wie manche Projekte sich entwickeln. Ich arbeite mir die Finger wund, schreibe, denke, leide und halte mich sklavisch an meine selbst auferlegten Pläne. Hab mein Journal, mein Mantra und die Illusion mein Leben im Griff zu haben. Ich bilde mir so viel darauf ein und hege die Hoffnung, dass ich irgendwie eines Tages zu dem Club derjenigen gehöre, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Einmal die Woche rede ich mit meiner Schwester, der einzigen Person in meinem Leben, vor der ich mich vollkommen ehrlich zeigen kann. Sie nennt, was ich tue Selbstgeißelung und sie hat vermutlich Recht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nach meinem Marathon und der Veröffentlichung dieses Blogs, der ersten großen Ziele, die ich mir selbst für dieses Jahr gesetzt habe, fing das Kartenhaus an zu wackeln. Mein Journal führe ich weiterhin aber nicht mehr so gewissenhaft und ich habe das Gefühl, was ich mir selbst zu sagen habe, ist nicht mehr so fundamental und wahr, wie es am Anfang war &#8211; wo ich noch mitten in einer Lebenskrise steckte. Egal, weil irgendwie läuft ja alles und Freunde sind wieder da, im Job gehts wieder bergauf und ich plane und realisiere Dinge, die mir guttun. Und doch bin ich allein und ich mag es nicht allein zu sein.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich habe also sehr bald, nachdem meine Ehe in die Brüche gegangen ist angefangen auf Dating Portalen nach Gesellschaft zu suchen. War natürlich totaler Quark, denn ich war überhaupt nicht so weit, mich auf jemanden einzulassen. Und dieses furchtbare Geplänkel: Mein Haus, mein Auto, mein Boot &#8211; kannst du Bachata tanzen? WTF&#8230; Und doch kann ich nicht aufhören, bin die ganze Zeit am Swipen und führe diese belanglosen Gespräche, nur um mir vor dem ersten Treffen eine Ausrede einfallen zu lassen, doch nicht zu erscheinen und dann die Person zu ghosten. Also weg vom Portal &#8211; und neue Regel ins Mantra: &#8222;Keine Dating Portale für diesen Monat!&#8220;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">VRNK</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Dann besuche ich meine gute Freundin B auf Mallorca und sie macht Fotos von mir am Strand und wir eröffnen ein neues Profil. Aus Spaß&#8230; und der ganze Krempel geht von vorne los: Bis dann das Universum mir mit voller Wucht einen vor den Latz knallt: VRNK fuck yeah! Coming again to save the motherfucking day yeah!</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wir sind ein mega Match: Filme, Sport, Humor, Ernährung und unsere Perversionen sind alle an einer Gerade ausgerichtet, wie bei einer Planetenparade. Wir verstehen und auf Anhieb, schreiben uns Romane und verabreden uns zum Laufen an einen Sonntag. Einen Tag davor treffen wir uns, weil es schön ist und gehen in den Park, klettern auf einen Turm, von dem aus dem man über die ganze Stadt sehen kann und sitzen auf einer Wiese, bis es viel zu kalt wird. Am nächsten Tag kommt sie in der Früh zu mir und hat einen halben Hausstand dabei &#8211; nur den Maskara hat Sie vergessen. Wir gehen laufen, fahren Tretboot über einen See, laufen zurück &#8211; sie sitzt barfuß, in einem Kleid auf meinem Bett und erzählt mir: Sie ist total lost &#8211; gefangen in irgendeiner toxischen Scheiße, mit Ihrem Kind und ihrem Ex, die sie mobben. Und mein Herz brennt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wir gehen essen, wir wollen uns küssen, tun es aber nicht und meine Lippen landen auf Ihren Nacken. Ich bringe Sie zur Bahn und die wilde Fahrt in den Abgrund beginnt. Ich denke an die Frauen, in meinen Leben, mit denen ich Beziehungen eingegangen bin. Ich denke an die totalen Eskalationen, mit C nachts um 2 schreiend, bis die Nachbarn kommen. Ich denke an B, die nicht wusste, wohin mit sich und ich denke an mich, der ohne Drama scheinbar nicht lieben kann. Und ich weiß, das hier ist viel schlimmer und wird nicht gut enden und doch will ich nichts mehr als das in meinem Leben.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote has-cyan-bluish-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>I guess some people are just born with tragedy in their blood.</p>
<cite>Donnie Darko</cite></blockquote>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wire to Wire</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wie es ausschaut, teilen wir dieselbe Narbe auf unserer Seele. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der sich so stark selbst geißelt, wie sie. Sie ist jemand, die die Schuld immer bei sich selber sucht und denkt, wenn sie es nur besser oder anders macht, so wird es irgendwann mal besser. 1,5 Wochen und 1,5 Tage hatten wir gemeinsam. In dieser haben wir uns unser Leben voreinander ausgebreitet, uns Bilder unserer Körper geschickt, Pläne gemacht und gemeinsam mehr gefühlt als in den trockenen Jahren zuvor. Noch nie in meinem Leben habe ich mich so schnell mit jemanden verbunden gefühlt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>So nah und doch Welten entfernt. Ich denk an Suzanne: &#8222;And you want to travel with her, and you want to travel blind. And then you know that she will trust you. For you&#8217;ve touched her perfect body with your mind&#8220;. Aber wir sind beide halb-verrückt und werden es noch eine Weile bleiben. Das nächste mal, wenn wir wieder umeinander schwirren: Tee und Orangen am See.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Sie sagt: &#8222;Aber Mäuschen, nicht in diesem Leben werden wir eins. Ich könnte heulen, tue ich auch!&#8220;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich auch.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Das Mantra</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 11:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Life Force]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeden Tag führe ich morgens das gleiche Ritual durch. Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee und während dieser kocht, putze ich die Küche, so dass alles sauber ist. Meist ist kurz nachdem die Küche strahlt, der Kaffee fertig. Dann setzte ich mich an den Küchentisch und schreibe meinen täglichen Eintrag in mein Logbuch. Nachdem [&#8230;]</p>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Jeden Tag führe ich morgens das gleiche Ritual durch. Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee und während dieser kocht, putze ich die Küche, so dass alles sauber ist. Meist ist kurz nachdem die Küche strahlt, der Kaffee fertig. Dann setzte ich mich an den Küchentisch und schreibe meinen täglichen Eintrag in mein <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Logbuch</a>. Nachdem dieser Eintrag durch ist, lese ich mir mein Mantra des Monats laut vor. Dieses Mantra besteht aus mehreren Teilen und ist eine getippte DinA4 Seite lang. Sie liegt ausgedruckt als Lesezeichen in meinem Logbuch.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Struktur nach der Life Force</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der erste Abschnitt des Mantras befasst sich mit Verhaltensweisen, Eigenschaften und Qualitäten, von denen es mir wichtig ist, dass ich nach ihnen lebe. Ich möchte hier nicht mein ganzes Mantra wiedergeben, weil mir das zu persönlich ist. Damit ihr es euch aber vorstellen könnt, gebe ich hier den ersten Satz wieder: </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote has-cyan-bluish-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„<em>Ich lasse mich nicht ablenken. Der Tätigkeit, der ich gerade nachgehe, widme ich meine volle Aufmerksamkeit und erledige sie gewissenhaft.</em>“&nbsp;</p>
<cite>Der Kesselflitzer</cite></blockquote>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das Mantra ist gegliedert nach den drei Teilen der <a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a> Pyramide. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In den ersten zwei Absätzen des Mantras vergegenwärtige ich mir, dass ich bewusst durch mein Leben gehe und dass alle meine Handlungen sinnhaft und für mich bedeutsam sein sollen. Danach schreibe ich auf, welche Werte mich durch mein Leben leiten. Dabei unterscheide ich nicht zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Das Mantra ist, wie eine “Self-fulfilling prophecy”. Was jetzt noch nicht Realität ist, wird es bald sein.  </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In den weiteren Absätzen lege ich die Dos and Don&#8217;ts fest. Also die Regeln, nach denen das Spiel meines Lebens gespielt wird. Als Erstes geht es um mein <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Logbuch</a> oder das Journaling – ich vergegenwärtige mir, wie wichtig es ist, jeden Tag mein Logbuch zu pflegen und welche wichtige Rolle es dabei spielt, Struktur in mein Leben zu bringen. Danach folgt ein Absatz, der sich vor allem mit Social Media und meiner freien Zeit beschäftigt. Darin lege ich die Regeln zum Umgang mit den Dingen fest, die ich zum Prokrastinieren nutze. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Von dieser Stelle ist es für mich logisch zu meinem sozialen Leben zu wechseln und über meinen Umgang mit den Menschen in meinem direkten Umfeld und der Menschheit als Ganzes zu reflektieren. In diesem Abschnitt steht, wie ich mit meinen Freunden und mit meiner Familie kommuniziere und welche Wirkung ich auf diese Menschen haben möchte. Der letzte Satz aus diesem Abschnitt bezieht sich nur auf meinen Sohn und wie ich mich ihm gegenüber verhalte.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der letzte Absatz des Mantras beschäftigt sich mit meinem Körper und meiner Fitness. Hier lege ich fest, wie ich mich ernähre, wie mein Körper beschaffen sein soll und wie ich mit körperlichen Herausforderungen umgehe. Hier definiere ich auch klar, welches Fitness-Level für mich das Minimum ist, dass ich jederzeit abrufen können muss.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das wichtige nicht aus den Augen verlieren</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Unter dem Mantra stehen noch die Ziele für den aktuellen Monat. Für jeden Monat setzte ich mir ein <a href="https://kesselflitzer.de/ziele/">tägliches Ziel</a>, das erreicht werden muss. Wichtig bei diesen täglichen Zielen ist, dass sie erreichbar sind und somit auch wirklich jeden Tag geschafft werden können. Dazu ist es mir wichtig als tägliches Ziel eines zu setzten, dass etwas ist, das ich ungern mache. Krafttraining zum Beispiel oder irgendeine andere Aufgabe, bei der ich oft prokrastiniere. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Neben diesem täglichen kleinen Ziel sind meine aktuell wichtigsten Projekte aufgeführt. Ich schaue, dass ich hier nicht zu viel reinpacke und diese kleine Auflistung dazu nutze, wichtige Ziele, die ich mir gesetzt habe, nicht aus den Augen zu verlieren. Von der Menge her sind es das kleine tägliche Ziel und ca. 3 Projekte, die ich diesen Monat nicht aus den Augen verlieren will. Die Ziele lese ich mir, wie das Mantra, laut vor.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Nachdem ich mir jeden Morgen das Mantra zweimal laut vorgelesen habe, schließe ich die Augen und versuche mir den Tag, der vor mir liegt, im Schnelldurchlauf vorzustellen. Was werde ich machen, wo werde ich sein, wen werde ich treffen, was wird passieren etc. Danach starte ich meinen Tag. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das Mantra selbst überarbeite und aktualisiere ich jeden Monat (oder alle 1,5 Monate – Es ist eine Menge Arbeit und ich schaffe es nicht immer, die Deadline einzuhalten). Vor der Überarbeitung gehe ich alle Einträge in meinem <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Journal</a> aus dem vergangenen Monat durch und markiere mir die Stellen, die für mich wichtig sind, wo ich meine, neue Erkenntnisse über mich oder meine Umwelt gelernt zu haben etc. Dann sortiere ich alle markierten Stellen in die Struktur der <a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a> Pyramide ein. Dort sehe ich dann, was sich alles bei mir getan hat. Wie hat sich mein Sozialleben entwickelt? Wie meine Fitness? Bin ich weiterhin auf dem Weg, meine Ziele zu erreichen? </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zum Ende dieser Analyse schaue ich mir das Ergebnis an, lege mein Mantra daneben und gehe alle Absätze durch. Bei vielen merke ich dann, dass ich manche Sätze leicht abändern sollte. Manchmal muss ich bestimmte Stellen komplett umformulieren. Alles, was ich im letzten Monat über mich gelernt habe, bringe ich in mein Mantra ein, so dass es das, was ich bin und was ich werden will, so gut wie möglich widerspiegelt. So wächst das Mantra immer mit mir mit.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Do it yourself</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Drei: Dinge hätte ich zum Mantra&nbsp;zu sagen, falls ihr euch ein Werkzeug in der Art aufsetzten, wollt:&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zum ersten: Das Mantra ist von euch, für euch. Seid ehrlich, seid kitschig, seid pathetisch. Schreibt die Sachen so rein, wie ihr sie für richtig und wichtig haltet. Was alles in meinem Mantra steht, teile ich mit niemandem. Das Ding ist nur für mich.  <br>Zum zweiten: Es ist nicht einfach alles, was einem wichtig ist, auf eine DinA4 Seite zu packen. Eine Struktur zu haben, hilft da sehr. Mein Mantra ist nach der Life Force Pyramide aufgebaut. Und zwar von oben nach unten. Die wichtigsten Dinge kommen zuerst: Wer will ich sein und wie möchte ich durch dieses Leben gehen. Ob das nun Qualitäten sind, die ich schon lange besitze und nicht verlieren will oder Verhaltensweisen, die ich mir aneignen will, beide werden in der „ist“-Form geschrieben. Danach kommen Regeln zum Sozialen (Familie, Freunde, Arbeit). Zum Schluss dann Körper und Fitness. Die Ziele sind ein Extra und gehören nicht unbedingt zum Mantra. <br>Und drittens: Damit das Mantra präzise ist und Wirkung zeigt, muss es leben, sich anpassen und mit der Zeit gehen. Es braucht also immer einen Weg, das Mantra weiterzuentwickeln. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Falls ihr auch ein Mantra nutzt oder ein ähnliches Werkzeug, <a href="mailto:info@kesselflitzer.de">schreibt mir eine Nachricht</a> und sagt mir, wie ihr das macht. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Das Journal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2024 16:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für mich lag immer etwas Besonderes im Schreiben. Zu jeder Zeit, in der&#160;ich das Gefühl hatte, eine wichtige Phase meines Lebens zu durchschreiten, hatte ich auch das Bedürfnis, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Gerade wenn es darum geht wichtige Erlebnisse zu protokollieren und ich so nah wie möglich an meinen Gefühlen bleiben will, schreibe ich. Am [&#8230;]</p>
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<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Für mich lag immer etwas Besonderes im Schreiben. Zu jeder Zeit, in der&nbsp;ich das Gefühl hatte, eine wichtige Phase meines Lebens zu durchschreiten, hatte ich auch das Bedürfnis, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten. Gerade wenn es darum geht wichtige Erlebnisse zu protokollieren und ich so nah wie möglich an meinen Gefühlen bleiben will, schreibe ich. Am liebsten mit Füller und Tinte. Seit einiger Zeit habe ich angefangen das Schreiben zu einem täglichen Ritual zu machen. Das hat die Art, wie ich auf mein Leben blicke komplett verändert. Es sorgt dafür, dass fast alles, was ich mache, für mich präsent und bedeutsam ist.&nbsp;Da ich den Begriff Tagebuch nicht mag, nutze ich das, für mich, schönere Wort Logbuch.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Anker in der Realität</strong>&nbsp;</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der erste wichtige Effekt, den das Logbuch auf mich hat, ist, dass es Struktur in mein Leben bringt.&nbsp; Es bildet die Basis für meine Entscheidungen und sorgt dafür, dass ich wichtige Dinge nicht aus den Augen verliere.&nbsp;</p>



<p>Hierbei ist Regelmäßigkeit entscheidend. Ich kann zwar gut damit leben, mal einen oder zwei Tage nichts zu schreiben, aber das sollte eine Ausnahme bleiben. Derzeit würde ich sagen, dass ich an 26 von 31 Tagen im Monat einen Eintrag mache. Das ist eine gute Zahl und es sollte nicht weniger sein. Gerade wenn ich einen Tag auslasse und versuche diesen in meinen nächsten Eintrag einfließen zu lassen, merke ich, wie schnell die Zeit zerfließen kann und Ereignisse aus dem Gedächtnis verschwinden.&nbsp;</p>



<p>Ein Logbucheintrag ist meist eine DinA4 Seite lang – mehr wird es, nur wenn ich eine größere Erkenntnis gewonnen habe oder etwas Wichtiges in meinem Leben passiert ist. Da ich mein Logbuch üblicherweise am Anfang des Tages beim Kaffee schreibe, habe ich meist eine Nacht über alle Erlebnisse, die ich berichtenswert finde, geschlafen. Ich denke, das hat etwas Gutes, denn so halte ich mich nicht mit zu vielen unwichtigen Details auf und berichte nur das, was mir so bedeutsam erscheint, dass ich es auch am nächsten Morgen behalten habe.&nbsp;</p>



<p>Das Schreiben des Logbuchs ist Teil eines festen Rituals. Ich mache meinen Kaffee, schreibe eine Seite in mein Logbuch und dann lese ich mir das <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra </a>des aktuellen Monats zweimal laut vor. Nach dem zweiten Lesen des <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantras </a>schließe ich meine Augen und visualisiere den Tag, der vor mir liegt und gehe einmal alles, was ich tun will in meinen Gedanken durch. Dieses morgendliche Ritual steht somit an der Schwelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ich lasse noch einmal alles, was gestern geschehen ist, Revue passieren und halte es in Schriftform fest. Dann vergegenwärtige ich mir, wer ich bin, was ich will und stelle mir vor, was ich mit diesem neuen Tag machen möchte. Auf diese Weise verankere ich mich in der Realität und sorge dafür, dass ich nicht durchs Leben treibe, wie ein Blatt im Wind. </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Struktur und Kontinuität</strong>&nbsp;</h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich erwähne hier das <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>, weil es direkt mit meinem Logbuch verknüpft ist. Denn der zweite wichtige Faktor des Logbuches, ist dessen Analyse. Ich mache diese regelmäßig einmal im Monat. Dabei gehe ich alle Einträge durch und markiere mir die Stellen, die Informationen enthalten, die mir wichtig sind. Die Analyse unterteile ich dann direkt in die drei Aspekte der Life Force: Körper, Soziales und Geistiges.  </p>



<p>So führe ich mir regelmäßig vor Augen, wie ich mich entwickle, während ich durch mein Leben schreite. Wie sich Beziehungen zu Menschen verändern und wie Projekte voranschreiten. Durch das Logbuch und dessen Analyse lerne ich mich jeden Monat besser kennen und ich sehe direkt, in welche Richtung sich mein Leben entwickelt. Im Endeffekt weiß ich durch diese Praxis ziemlich genau, wer ich gerade bin.&nbsp;</p>



<p>Für mich ist das etwas, was ich in der Form nicht in meinem Leben hatte. Klar hatte ich Ziele und Strategien, diese erreichen. Aber wirklich vollumfänglich, der meisten Aspekte meines Seins bewusst zu sein – das ist etwas Neues für mich.&nbsp;</p>



<p>Zu sehen, wie ich mich entwickle und diese Entwicklung bewusst zu steuern gibt mir Kraft. Ich weiß zwar immer noch nicht, was genau ich von dieser Welt will aber ich weiß, dass die Dinge, die ich tue, Dinge sind, die ich auch tatsächlich will. Das weiß ich, weil ich es schwarz auf weiß vor mir stehen habe. Und weil es dasteht, geht es auch nicht verloren und wird langsam aber sicher irgendwann wahr.&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Das Unvermeidliche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 20:13:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[The Base]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Life Force]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwirksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Carpe Diem Das ist für mich so’n Spruch, der auf dem Rucksack von 14-jährigen Mädchen steht. Wenn sie dann 20 sind, steht da „Carpe the Fuck out of that Diem“ – Ist immer noch das Gleiche. Ist auch ein guter und richtiger Spruch, kommt ja immerhin vom Marcus Aurelius, also muss er wahr sein. Nur [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kesselflitzer.de/das-unvermeidliche/">Das Unvermeidliche</a> erschien zuerst auf <a href="https://kesselflitzer.de">Kesselflitzer</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Carpe Diem</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das ist für mich so’n Spruch, der auf dem Rucksack von 14-jährigen Mädchen steht. Wenn sie dann 20 sind, steht da „Carpe the Fuck out of that Diem“ – Ist immer noch das Gleiche. Ist auch ein guter und richtiger Spruch, kommt ja immerhin vom Marcus Aurelius, also muss er wahr sein. Nur macht er mich nicht besonders an. Wie formuliere ich das ganze so, dass es auch meinem melancholischen Gemüt entspricht und ich darin mehr sehen kann als ein Meme?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auch hier wurde ich wieder bei Phil <a href="https://www.netflix.com/de/title/81387962">Stutz</a> fündig und ich finde, er hat etwas auf eine Art zusammengefasst, die eine große Lüge unserer modernen Gesellschaft entlarvt: Es gibt keinen Flow – zumindest nicht, wenn es darum geht, etwas Großes zu erreichen oder sich zu verbessern.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ein Beispiel aus dem Sport, weil es sehr schön greifbar ist: Ein langer Dauerlauf, in genau der richtigen Geschwindigkeit und in genau der richtigen Läge ist dafür prädestiniert, dass man währenddessen in den Flow kommt. Will man aber seine Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhen oder längere Strecken laufen, so kommt man um hartes Training nicht herum. Da ist kein Platz für Flow, da beißt man sich durch und quält sich bis über seine Schmerzgrenze hinaus.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Was es im Leben gibt, sind drei Dinge, denen man nicht entrinnen kann: Schmerz, Ungewissheit und ständige Arbeit. Ahhh, wunderbar, damit kann ich etwas anfangen. Vorher noch nen Kaffee rein – und ich kann in den Tag starten…</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Unvermeidliche</strong></h2>



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<p>Vorneweg: Diese drei Gewissheiten im Leben, mit denen wir tagtäglich leben müssen, klingen ziemlich negativ. Mich mag das reizen, aber das geht sicher nicht jedem so. Von meiner Warte aus sehe ich hier auch nicht etwas Negatives.</p>



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<p>So verstehe diese drei Gewissheiten: Sie gehören zu einem Prozess, bei dem man trotz aller Widrigkeiten sein Ding durchzieht und am Ende den hart verdienten Erfolg feiert. Diesen Prozess, muss man durchlaufen, um zu wachsen und zu einem Punkt zu kommen, an dem man noch nie vorher war. Ist man dort angekommen, kann man sicher auch noch eine Ehrenrunde im Flow drehen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schmerz</strong></h2>



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<p>… und seine Synonyme Kummer, Leid und Mühen. Dinge, die man erleiden, ertragen, erdulden, durch die ich mich durchkämpfen muss. Die gibt es jeden Tag. Manche sind kleiner, manche sind größer, manche begleiten mich ein Leben lang.</p>



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<p>Ich denke der wichtige Punkt hier ist, dass man immer durch irgendeine Form von Schmerz, vor allem in Form von Mühen, geht, um etwas zu machen, dass man nicht machen müsste. Dinge zu tun, ohne äußeren Incentive – aus reiner Eigenmotivation. Für mich ist das, nicht nur in meinen Tiefphasen, noch immer die schwierigste Übung. Vor allem, wenn es darum geht, ein persönliches Projekt von mir Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Arbeit, die nur zum Ziel hat, mir selbst einen Wunsch zu erfüllen.</p>



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<p>Aus irgendeinem Grund empfand ich gerade diese Dinge als unwichtig. Sobald ich mein Tagewerk erledigt habe, habe ich alle weiteren Arbeiten eingestellt. Allein das Gefühl alle meine „Pflichten“ erfüllt zu haben, bildet eine Barriere, die ich nur unter großer Anstrengung durchbrechen kann. Ganz einfach fällt es mir da, aufzugeben und „nichts“ zu tun. „Ist ja alles gemacht“. In Wahrheit beginnt aber genau hier die richtige Arbeit, die unter Mühen und Schmerzen erledigt werden muss, um etwas Außergewöhnliches, für sich selbst zu erschaffen.</p>



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<p>Fast alle meine <a href="https://kesselflitzer.de/ziele/">täglichen Ziele</a>, die ich mir jeden Monat aufs Neue stelle, sind Aufgaben, zu denen ich mich zwingen muss, aber von denen ich weiß, dass sie mich oder eines meiner Projekte voranbringen. Ich gehe bewusst in das Tal der Tränen rein, weil ich weiß, dass am Ende des Weges nur Gutes auf mich wartet.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ungewissheit</strong></h2>



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<p>Keiner von uns weiß, was kommt und es spielen viele Elemente eine Rolle bei allem, was passiert. Die Chaostheorie sagts: Ein Schmetterlingsschlag hier in Deutschland und in China fällt ein Sack Reis um. Und jeder von uns könnte morgen einfach tot umfallen.</p>



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<p>Es gibt hier meiner Meinung nach zwei Aspekte, die wichtig sind. Zum einen: Die Ungewissheit ist nicht etwas, was uns davon abhalten soll zu planen, Projekte anzugehen und unsere Träume zu verwirklichen. Sie ist ein konstanter Begleiter, ohne den es in dieser Welt keine Herausforderungen gäbe. Und oft ist es gerade die Unsicherheit, die in eine Situation die Würze hineinbringt. Ohne Unsicherheit würde niemand einen gewaltigen Erfolg, den man trotz aller widrigen Umstände errungen hat, jemals feiern.</p>



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<p>Der zweite Aspekt hiervon: Flexibel bleiben. Wie gesagt, du weißt nicht was kommt, egal wie penibel du geplant hast. Und wenn es mal nicht so kommt, wie geplant, dann gilt es diese neue Realität zu akzeptieren. Hast du einen Plan B? – gut. Hast du keinen, dann musst du dir jetzt etwas Neues einfallen lassen. Das Leben wartet nicht auf dich. Stehst du an der Klippe, musst du springen, ein Zurück gibt es nicht.</p>



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<p>Ich habe mir hierzu in meinem Kalender einen wöchentlichen Reminder gemacht: „Did you do something that scared you?“ Meist kommen mir hier soziale Situationen in den Sinn: allein in eine Bar reingehen und ein Gespräch anfangen zum Beispiel. Ich schaffe es auch nicht jede Woche eine solche ungemütliche Situation, in der es ein Maximum an Ungewissheit gibt herbeizuführen, aber ich gebe mir Mühe. Bisher hat es sich immer ausgezahlt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ständige Arbeit</strong></h2>



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<p>Ich war mir zuerst nicht sicher, was ich damit anfangen kann, und musste eine Weile darüber nachdenken. Vermutlich ist dieser Punkt aber so subtil und allgegenwärtig, dass man ihn einfach übersieht. Ich verstehe ihn so:</p>



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<p>Jede wache Minute, in der ich eine Entscheidung treffe und meinen Körper durch diese Welt bewege, passiert etwas, das für mich die Zukunft formt. Mal ist es eine kleine Handbewegung, mit der ich ein leckeres Stück Kuchen in den Mund schiebe, mal ist es die Entscheidung meinen Job zu kündigen und einen neuen zu suchen.</p>



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<p>Irgendwann in der Zukunft werde ich wahrscheinlich beiden Handlungen eine andere Gewichtung zuweisen aber in dem Moment, in dem sie ablaufen, sind sie absolut gleichwertig. Mich würde interessieren, zu welchem Zeitpunkt mein Gehirn mehr Neuronen abfeuert: beim Biss in einen Kuchen oder der bewussten Entscheidung, den nächsten Karriereschritt zu gehen. Was meint ihr?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wir sind alle stetig dabei unsere Zukunft zu formen und wenn wir wollen, dass diese Zukunft eine ist, die unseren Wünschen entspricht, dann sollten wir versuchen jede unserer Handlungen bewusst ausführen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Für mich zum Beispiel ist Prokrastination durch Ablenkungen mein größter Feind. Ich bin sehr anfällig dafür auf irgendwelchen Shit aufzuspringen und ehe ich mich versehe, habe ich 5 Stunden mit YouTube-Tutorials zu Fahrradmechanik verbracht. Ist auch Arbeit und ich habe etwas gelernt, aber bewusst, war das nicht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Führe ich meine Handlungen bewusst aus, so sind sie fast immer eingebettet in einem größeren Kontext. Jedes Stück Kuchen ist Teil meiner veganen Ernährung und wird nur in dem korrekten Zeitraum meines Intervallfastens genossen. Es wurde mit Bedacht gebacken und enthält Makro- und Mikronährstoffe, die ich gerade brauche. Jede bewusste Handlung bekommt somit Sinn und erfüllt einen Zweck. Sie wird von ganz allein Teil eines Projektes, sei es Arbeit an etwas Äußeres oder Arbeit an mir selbst.</p>



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<p>Diese drei Aspekte des Unvermeidlichen organisiere ich für mich in meinem <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>, das ich mir täglich vorlese. Um dieses <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra </a>zu erstellen, analysiere ich einmal im Monat meine Einträge in <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">meinem täglichen Journal</a> und definiere daraus Regeln, Aufgaben und Projekte, an die ich mich halten und die ich angehen will. So sorge ich dafür, dass ich meine Energie in Dinge reinstecke, die für mich Sinn machen und mich weiterbringen.</p>



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		<title>Die Antagonisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 20:13:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[The Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schatten und Part X Auch diese beiden Elemente habe ich durch Phil Stutz kennengelernt und wie bei der „Life Force“, habe ich mir die Freiheit genommen, sie so zu interpretieren, wie es mir in den Kram passt. So wie ich den Schatten und die Part X verstehe, sind es zwei Kräfte, die unseren Wünschen [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Schatten und Part X</strong></h2>



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<p>Auch diese beiden Elemente habe ich durch Phil <a href="https://www.netflix.com/de/title/81387962">Stutz</a> kennengelernt und wie bei der „<a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a>“, habe ich mir die Freiheit genommen, sie so zu interpretieren, wie es mir in den Kram passt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>So wie ich den Schatten und die Part X verstehe, sind es zwei Kräfte, die unseren Wünschen und Zielen entgegentreten. Wobei es einen großen Unterschied zwischen ihnen gibt. Der Schatten kann ein Antagonist sein, muss es aber nicht. Ganz im Gegenteil: es ist von Vorteil, sich mit seinen Schatten auseinanderzusetzen und diesen „zufriedenzustellen“. Part X hingegen ist eine durch und durch zerstörerische Kraft, deren einziges Ziel es ist, dass man versagt. Vermutlich ist es nicht ganz richtig beide Teile in einen Artikel zu behandeln, aber derzeit verstehe ich beide, als eine Form von Gegner. Dem einen muss man mit Liebe entgegentreten, den anderen mit aller Kraft überwinden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Schatten</strong></h2>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="436" src="https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/Shadow-Me-1024x436.webp" alt="" class="wp-image-666" srcset="https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/Shadow-Me-1024x436.webp 1024w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/Shadow-Me-300x128.webp 300w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/Shadow-Me-768x327.webp 768w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/Shadow-Me.webp 1050w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wenn ich in die Vergangenheit zurückblicke, dann scheint es, als wäre ich alle 5 – 7 Jahre eine völlig andere Person gewesen. Ich denke, das ist ein normaler Prozess im Leben eines Menschen. Mit 7 ist man ganz klar eine andere Person als mit 14 und genauso verhält es sich bei 14- und 21-Jährigen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der Unterschied zwischen 21-, 28-, 35- und 42-Jährigen mag geringer sein, aber zumindest ich habe in diesen Altersphasen ganz unterschiedliche Lebensumstände, Träume und Ziele gehabt. All diese Versionen meines Selbst leben als Schatten weiter in mir fort.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Was würde mein 15-Jähriges ich von mir halten, würde er mich heute sehen? Wäre er einverstanden mit meinen Entscheidungen, mit der Art und Weise, wie ich durchs Leben gehe? Und wäre er es nicht, würde ich es merken? So verstehe ich das Prinzip des Schattens. Es ist eine oder mehrere Versionen meiner selbst, die in meinem Unbewussten leben und es mich merken lassen, falls Sie mit meinen Aktionen und Handlungen unzufrieden sind.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich versuche meinen Schatten zu erkunden, indem ich alte Fotos von mir heraussuche aus unterschiedlichen Lebensperioden und aufschreibe, was für ein Leben ich damals gelebt habe. Was waren meine Herausforderungen? Was wollte ich erreichen? Wie würde ich auf mich heute blicken? Was würde mein jüngeres Ich gut finden und was nicht?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich habe nicht angefangen, mit diesen Versionen von mir zu reden, aber ich finde, dass es mir sehr viel gibt, mich auf diese Weise mit mir selbst auseinanderzusetzen. Gerade in Bezug auf wichtige Entscheidungen, die ich treffe oder Wege, die ich einschlage.<br>Ich bin mir zum Beispiel sehr sicher, dass alle meine Schatten, es befürworten würden, dass ich diese Zeilen schreibe – und das gibt mir ein gutes Gefühl und motiviert mich an diesen Aspekt zu arbeiten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich finde sich mit seinem Schatten auseinanderzusetzen, bringt sehr viele Wünsche und Träume, die man vergessen hat, wieder an die Oberfläche. Sind Sie einmal wieder da, so sind sie auch wieder erreichbar und treten neue Projekte los.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich und die anderen – wir sind meistens ein gutes Team.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Part X</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="436" src="https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/PARTX-1-1024x436.webp" alt="" class="wp-image-664" srcset="https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/PARTX-1-1024x436.webp 1024w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/PARTX-1-300x128.webp 300w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/PARTX-1-768x327.webp 768w, https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/04/PARTX-1.webp 1050w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Während meines Filmstudiums habe ich gelernt, wie man eine Geschichte als Heldenreise erzählt. In der Heldenreise gibt es zu jedem Helden einen Antagonisten. Der Held zieht in die Welt hinaus, um den Antagonisten zu besiegen. Um das zu schaffen, muss der Held allerdings erst einmal seinen Schatten besiegen. Vermutlich sind wegen dieser Doppeldeutigkeit von „Schatten“ und „Part X“ beide in meinem Kopf verknüpft und ich behandle sie gemeinsam in einen Artikel.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Der Schatten (im Film) ist nichts Greifbares, es ist ein Teil der Psyche des Helden, wie eine Urangst, die überwunden werden muss, damit der Held überhaupt in der Lage ist, den Antagonisten zu besiegen. Um seinen Schatten zu besiegen, muss der Held „sterben“, um danach stärker „wiedergeboren“ zu werden. Diese Katharsis ist ein wichtiges Element jeder Heldenreise, ein Ereignis, dass den Helden erst zu dem macht, was er ist. Der Schatten aus der Heldenreise, ist das, was ich unter dem Begriff Part X verstehe.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Da es mir derzeit sehr schwerfällt diesem zerstörerischen Teil meiner Psyche, einen Namen oder eine Gestalt zu geben, gibt es hier ein Beispiel, wie ich denke, dass er wirkt:</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Während ich diesen Artikel geschrieben habe, bin ich mehrere Male aufgestanden, um durch die Wohnung zu laufen und nach irgendetwas unbestimmten zu sehen. Bevor ich angefangen habe zu schreiben, habe ich mehrere Male überlegt, wie ich denn evtl. sinnvoll prokrastinieren kann. Ich hatte einen Lex Fridman Podcast auf den Ohren, um mich abzulenken. Die Teile gehen teilweise über 5 Stunden – was hatte ich vor? Mit Kopfhörern auf den Ohren rumsitzen, und mir bis in die Puppen eine Story über einen amerikanischen Con-Man anzuhören?<br>Ja klar! Genau das. Warum? Um bloß nicht mit der Arbeit an diesem Artikel zu beginnen. Um bloß nicht irgendwann mal den „publish“ Knopf zu drücken und diese Zeilen tatsächlich online zu sehen. Um mich selbst zu sabotieren.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In all den vergleichbaren Situationen, in denen ich diesem Impuls nachgegeben und meine Zeit verplempert habe, obwohl ich meinen Fokus auf etwas anderes richten wollte, habe ich mich schlecht gefühlt. Ich habe mir Vorwürfe gemacht. Wieso habe ich es wieder so weit kommen lassen? In diesen Situationen hat mein Part X gewonnen und sein Ziel erreicht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Diese Kraft sorgt dafür, dass ich an einen schönen Sommertag nur Trübsal blasen kann und in der dunklen Wohnung bleibe. Sie sorgt dafür, dass ich meine Erfolge nicht feiern und genießen kann.&nbsp;Sie sorgt dafür, dass ich wichtige Aufgaben vor mir herschiebe und meine Träume nicht verfolge. Diese Kraft will mich zerstören.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wie vorhin erwähnt: Derzeit ist es so, dass ich noch nicht viel über mein Part X weiß. Es ist ein Mysterium für mich. Ich verstehe nicht, wie ich in vielen Situationen so krass gegen meine eigenen Vorhaben agieren kann. Ich wundere mich am Ende eines Tages voller Prokrastination, an dem ich nichts, was ich mir vorgenommen habe, erreicht habe, wie es so weit kommen konnte. Als wäre ich durch den Tag geschlafwandelt. Im Endeffekt ist es ja so, dass ich genau weiß, dass ich mich selbst sabotiere und in eine schlechte Position manövriere. Dennoch führe ich dieses Verhalten immer wieder aufs Neue aus.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich habe kein Gesicht zur Part X und noch keine Spur, der ich folgen kann. Derzeit kämpfe ich nur gegen die Auswirkungen, die diese Kraft auf meinen Geist hat, aber ich weiß nicht, woher sie kommt und wie sie aussieht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das herauszufinden wird Teil dieser Reise hier sein.</p>



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		<title>Die Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 20:10:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[The Base]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Life Force]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Lebenskraft (Life Force) Die Idee der Life Force habe ich im Film „Stutz“ kennengelernt. Es stellt auf der einen Seite ein Prinzip dar, über welches man seine (mentale) Gesundheit einschätzen kann. Auf der anderen Seite ist es auch ein Werkzeug, mit dem man an den Grundpfeilern seiner selbst arbeiten kann. Diese Methode wird angewendet, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Lebenskraft (Life Force)</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Idee der Life Force habe ich im Film „<a href="https://www.netflix.com/de/title/81387962">Stutz</a>“ kennengelernt. Es stellt auf der einen Seite ein Prinzip dar, über welches man seine (mentale) Gesundheit einschätzen kann. Auf der anderen Seite ist es auch ein Werkzeug, mit dem man an den Grundpfeilern seiner selbst arbeiten kann. Diese Methode wird angewendet, wenn man nicht weiß, was man vom Leben will und sich verloren fühlt. Gibt es keine Richtung oder Ziel, auf das man hinarbeiten kann, so kann man immer an seiner Life Force arbeiten. Tut man dies gewissenhaft, so sorgt das für eine klare Sicht, ein Weg tut sich auf und man kann aus sich heraus, für sich selbst Ziele definieren. Für mich ist das im Moment die Methode, in der ich die meiste Kraft reinstecke und ich habe das Gefühl, dass die Arbeit an meiner eigenen Lebenskraft, eine Basis bildet für Eigenmotivation, Hartnäckigkeit und einem allgemeinen Koherenzgefühl.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" src="https://kesselflitzer.de/wp-content/uploads/2024/01/Logo-Kesselflitzer-BW-250.svg" alt="" class="wp-image-512"/></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Die Life Force wird als dreigeteilte Pyramide dargestellt, daher auch mein unglaublich kreatives Logo, dass man so in den Annalen der Menschheit noch nie gesehen hat.</p>
</div>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auf der untersten Stelle befindet sich der Körper („Body“), eine Stufe darüber befindet sich das Menschliche („People“) und auf der obersten Stufe befindet sich das „Ich“ oder „Du“ („Yourself“). Je weiter unten sich ein Element befindet, desto mehr Einfluss hat es auf die geistige Gesundheit.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>In diesem Artikel beschreibe ich, was ich unter diesen drei Aspekten verstehe, was sie für mich bedeuten und was ich alles im Selbstversuch tue, um an diesen Aspekten zu arbeiten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Körper („Body“)</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Unter den Aspekt Körper fällt für mich alles, was in irgendeiner Form mit Gesundheit, Sport und Ernährung zusammenhängt. Das Prinzip selbst ist uralt: Wenn du deinen Körper gut behandelst, geht es dir auch mental gut – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper usf.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wie jemand diesen Aspekt „Körper“ für sich interpretiert, ist sicherlich sehr individuell. Alle Körper sind verschieden, was man für sich als gesund definiert auch. Ich habe ein <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>, dass ich mir so gut wie jeden Morgen laut vorlese. Darin vergegenwärtige ich mir den Aspekt „Körper“ so: „<em>Ich ernähre mich vegan, gesund und im Intervall. Ich bin jederzeit in der Lage einen Halbmarathon zu laufen. Dafür mache ich regelmäßig Ausdauer- und Kraftsport</em>“.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Was jetzt irgendjemand von diesen Vorgaben hält, ist unwichtig. Das ist mein Ding – so fühle ich mich wohl. Ich mag Ausdauersport, Marathons laufen und knackige Bike Touren, so komme ich in meinen Flow. Ich mag es morgens und abends ein leichtes Hungergefühl zu verspüren, so wie ich es auch mag einmal im Jahr zwei Wochen lang zu Fasten. Zwar hasse ich Kraftsport, aber ich weiß, dass ein notwendiges, Maß gemacht werden muss.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Für mich zumindest gilt: Über mein ganzes Leben hinweg konnten meine Freunde, wie ich selbst, meinen geistigen Zustand an meiner Körperfülle festmachen. Ging es mir gut, so war ich sportlich aktiv, fit und achtete auf meine Ernährung. Ging es mir schlecht, bewegte ich mich kaum, aß zu viel ungesundes Zeug und hatte zu viel Gewicht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Was mich sehr beeindruckt hat, ist wie enorm groß der Einfluss körperlichen Wohlbefindens auf den Geisteszustand ist. Laut Phil Stutz macht der Aspekt Körper in der Life Force Pyramide 80% der „Kraft“ aus.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich vermute das hat viel damit zu tun, wie stark dieser Aspekt sich auf die anderen Teile der Lebenskraftpyramide auswirkt. Sich in seinem Körper wohlzufühlen, ausgeschlafen und aktiv zu sein hat einen großen Nutzen, sowohl auf das Sozialleben als auch auf die kognitive Leistung. Unser Körper ist die Maschine, über die wir unsere Umwelt erfahren. Somit erfordert fast jeder Aspekt unserer Person ein entsprechend gut gewartetes Gerät.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-cyan-bluish-gray-background-color has-background">Enjoy your body, use it every way you can<br>Don&#8217;t be afraid of it or what other people think of it<br>It&#8217;s the greatest instrument you&#8217;ll ever own</p>
<cite>Everybody&#8217;s Free<br>Baz Luhrmann</cite></blockquote>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Was mir wichtig für die Arbeit an diesem Aspekt ist, sind zwei Dinge:</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt mindestens ein laufendes Projekt, bei dem der Körper gefördert wird. Derzeit ist das für mich das Training auf den Marathon in Wien 2024</li>



<li>Es gibt immer ein laufendes Projekt, bei dem ein Training gemacht wird, dass ich nicht mag. Derzeit ist das für mich ein 3er Split mit Kurzhanteln (3 Einheiten in einer Woche)</li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Mischung aus einer Sportart, die ich gerne mache (langer Ausdauerlauf) und eine, die ich gar nicht mag (Krafttraining) sorgt dafür, dass ich ganzheitlich auf einem guten Fitnesslevel bleibe aber auch neue sportliche Fähigkeiten ausbilde. Die Projekte variieren in Länge. Das Ausdauer Training mache ich seit 5 Monaten und werde es nach dem Marathon wechseln. Die Krafttraining-Projekte wechsle ich derzeit monatlich.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Menschliches („People“)</strong></h2>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich habe ein wenig hin und her überlegt, wie ich diesen Punkt nennen soll. Für den Begriff Menschliches habe ich mich entschieden, weil er etwas allgemeiner zu verstehen ist als Soziales und er eine Referenz auf Nietzsche ist. Klar fallen unter diesen Punkt vor allem meine Beziehung zu meiner Familie, meinen Freunden, meinen Arbeitsplatz und meinen Arbeitskollegen. Ich denke aber, dass hier auch Kultur und Politik hineingehören. Welche Musik höre ich, welche Filme schaue ich mir an und welchen Content konsumiere ich sonst noch. Ist grad Krieg in Europa oder eine Pandemie? All das beeinflusst die Art und Weise, wie ich mit meiner Umgebung und „den Anderen“ interagiere.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Von den drei Aspekten der „Life Force“, ist das Menschliche der Punkt, der mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Gerade weil ich in schlechten Zeiten dazu tendiere mich zurückzuziehen und meine sozialen Kontakte stark zu vernachlässigen, bin ich oft sehr unsicher, was meine Freunde und auch meine Familie von mir denken. Diese Unsicherheit ist im Umgang mit Menschen, die ich gerade erst kennenlerne, noch verstärkt. Ich bin zwar ganz gut darin ein Gespräch zu führen, aber ich bin auch gleichzeitig sehr gut darin andere Personen von mir fernzuhalten, indem ich Konversationen sachlich halte und Gefühlen keinen Raum gebe.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>So finde ich es immer wieder faszinierend, wie ich überhaupt an den Punkt gekommen bin gute Freunde zu haben, mit denen ich über alles sprechen kann, denen ich vertraue, und mit denen ich eine Beziehung pflege, die sehr tief geht. Ich finde es erstaunlich, wie treu Menschen sein können und wie empathisch. Gerade in Bezug auf mich selbst, habe ich das Gefühl, ich verdiene so eine gute Behandlung nicht.</p>



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<p>Daher spielt das Menschliche in meinem täglichen <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra </a>eine wichtige Rolle. Ich habe zu mehreren Aspekten meines Soziallebens etwas aufgeschrieben, das ich mir jeden Tag vergegenwärtige. Mir ist es hier zu cheesy und peinlich, es im Wortlaut zu veröffentlichen, also fasse ich es kurz zusammen:</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich nehme mir vor, meine Freunde und Familie proaktiv zu kontaktieren und nicht darauf zu warten, dass sie sich bei mir melden,</li>



<li>Ich habe folgenden Satz im <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>: <em>„Ich suche mir im Alltag Aufgaben und erledige diese – Ich bin zuverlässig und mache mich nützlich“</em>.</li>



<li>Als letztes spreche ich noch die Beziehung zu meinem Sohn an und halte mir vor Augen, wie wichtig es ist ein präsenter Vater zu sein.</li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Fast alle Vorhaben richten sich gegen meinen Rückzug aus dem Sozialleben und sollen dafür sorgen, dass ich immer darauf achte ein aktiver Teil meines sozialen Umfelds zu sein. Was ich hierbei sehr schwierig finde, ist es Aufgaben und Projekte zu definieren, die meine sozialen Kompetenzen fördern. Stand jetzt bin ich noch auf der Suche hierfür passende Aufgaben zu finden. Falls ihr da eine gute Idee habt <a href="mailto:info@kesselflitzer.de">schreibt mir eine Mail</a>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ich („Yourself“)</strong></h2>



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<p>Aus dieser Black Box kommt der ganze Krempel hier. Von allen Punkten in der Lebenskraft Pyramide ist dieser der scheinbar unwichtigste. Und ich denke, da können wir uns schnell einig werden. Muss jemand, der gesund, fit und gepflegt ist, der eine intakte Familie, mit guten Freunden und einem erfüllten Arbeitsleben hat, wissen, wer er ist? Oder kann dieser hypothetische Mensch nur einer sein, der schon weiß, wer er ist?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich denke diese Frage: „Wer bin ich“ kommt erst dann wirklich ins Bewusstsein, wenn man sich verloren in der Welt fühlt. Frei fliegend, ohne Anker, der einen in der Realität festhält. Schon die Frage selbst ist sehr interessant, als würde sich nur jemand mit seiner geistigen Gedankenwelt beschäftigen, der sich selbst nicht kennt. Für mich zumindest gilt das: Ich kenne mich nicht gut.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich würde sogar sagen: Ich wollte mich nicht gut kennen. Denn ich hatte immer das Gefühl, zu nah an meinen Wünschen und Vorstellungen zu leben, würde mich davon abhalten in diesem Leben voranzukommen. So paradox es auch klingt – bis vor kurzem konnte ich mir ein erfolgreiches Leben nur vorstellen, wenn ich es gegen meinen eigenen Willen errungen habe.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Mal abgesehen davon, dass jeder von uns tagtäglich gegen seinen eigenen Schweinehund kämpft, ist es ein furchtbares Missverständnis seine eigenen Wünsche und Gefühle als Feinde zu betrachten. Selbst jemand, wie David Goggins, der den Kampf gegen sich selbst als Lebensphilosophie vor sich herträgt, befindet sich auf einen Weg, den er sich selbst ausgesucht hat. Zu wissen, wer man ist und zu wissen was man will, ist unabdingbar.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Um beide Fragestellungen anzugehen, nutze ich zwei Werkzeuge:</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Das wichtigste Werkzeug, ist Journaling</a>. Ich schreibe jeden Tag mindestens eine Seite in mein „Logbuch“. Darüber wie es mir geht, was mir wichtig ist, was ich vorhabe und sonstige random Gedanken. Ich analysiere diese Schriften einmal im Monat und ziehe daraus Erkenntnisse über mich selbst.</li>



<li>Aus diesen Erkenntnissen destilliere ich ein <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>, das ich mir jeden Tag vorlese. Darin steht, was ich gut kann, woran ich arbeiten muss, wer ich sein will und meine Ziele für die nahe Zukunft. Dieses <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra </a>verfeinere jeden Monat, mit den neusten Erkenntnissen aus meinem Journal.</li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Durch das <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Journaling</a> und das <a href="https://kesselflitzer.de/das-mantra/">Mantra</a>, halte ich mir jeden Tag einen Spiegel vor und sorge dafür, dass ich mich selbst nicht aus den Augen verliere. So schaffe ich mir einen Anker, der mich in dieser Welt erdet. Ich sorge dafür, dass ich meine Ziele immer im Blick behalte und nicht aus dem Blick verliere, was ich will. Und ich hoffe, auf diese Art frühzeitig zu erkennen, wenn ich wieder in dunkle Gefilde abdrifte und dass ich dann direkt etwas dagegen unternehmen kann.</p>



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		<title>Was soll das Ganze?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ornelsio]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2024 16:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[The Base]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Life Force]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwirksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prélude Ursprünglich stand hier ein Text, der die schwierigste Zeit meines Lebens beschrieb: Depression, Trennung, Scheidung, Rückzug aus dem Sozialleben – das volle Programm. Ich habe mich aber doch dazu entschlossen, euch nicht mit Details zu langweilen und diesen Artikel auf seine Kernaussagen zu reduzieren. Wird sowieso lang und persönlich genug. Ein wenig Kontext braucht [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Prélude</strong></h2>



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<p>Ursprünglich stand hier ein Text, der die schwierigste Zeit meines Lebens beschrieb: Depression, Trennung, Scheidung, Rückzug aus dem Sozialleben – das volle Programm. Ich habe mich aber doch dazu entschlossen, euch nicht mit Details zu langweilen und diesen Artikel auf seine Kernaussagen zu reduzieren. Wird sowieso lang und persönlich genug.</p>



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<p>Ein wenig Kontext braucht die ganze Nummer hier dennoch. Fangen wir mit meiner Geschichte und meinem „state of mind“ an, den ich in diesen Blog auf den Grund gehen will.<br>Wie bei den allen Menschen spielt sich mein Leben in Phasen ab. Eine Folge aus Hoch- und Tiefphasen, manche kurz, manche länger aber in Summe ein ständiges Auf und Ab.</p>



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<p>Gerade um die absoluten Hoch- und Tiefpunkte, neige ich dazu, ins Extreme abzurutschen. An meinen Hochpunkten habe ich klare Projekte und Ziele, die ich mit aller Kraft und großer Entschlossenheit verfolge. An meinen Tiefpunkten weiß bis auf meine Familie kaum jemand auf dieser Welt, dass ich existiere. Ich ziehe mich komplett aus der Welt zurück, grabe mir ein Loch bleibe darin bis… na ja bis ich irgendwann doch wieder herauskomme. Was genau mich wieder nach oben treibt, weiß ich ebenso wenig, wie ich weiß, was mich nach unten zieht.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Diese Zyklen meines Lebens habe ich bis jetzt so hingenommen und mich von Ihnen durch die Welt treiben lassen. Es gab sie wahrscheinlich schon in meiner Kindheit aber richtig klar wurden Sie erst als ich angefangen habe zu studieren und den Haushalt meiner Eltern verlassen habe. Damals war ich gerade auf den Weg zu einem absoluten Tiefpunkt. Ich mochte die Fächer, die ich mir ausgesucht habe nicht, ging nicht zur Uni und hatte einen „schlechten Umgang“. Irgendwann floh ich praktisch aus meiner Heimat Bochum in den Süden, brach alle Zelte ab und begann in Stuttgart ein neues Leben.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Hier beendete ich ein neues Studium erfolgreich, machte mich mit einer eigenen Firma selbstständig und lebte eigentlich ganz happy, bis ich am nächsten Tiefpunkt, alles gegen die Wand fuhr und meine Selbständigkeit mit einem Haufen Schulden beendete. Danach suchte ich mir einen blöden Job, fand später einen besseren, machte Karriere, wurde schuldenfrei und gründete eine Familie. Ein Jahr vor der Coronapandemie wurde ich Vater und fand einen neueren Job mit mehr Karriereaussichten.</p>



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<p>Was ich nicht wusste, ich war zu diesem Zeitpunkt wieder auf den Weg nach unten. Dummerweise führte meine Talfahrt direkt durch die Coronapandemie, was es zur längsten Tiefphase meines Lebens werden ließ. Angefangen, wieder nach oben zu kriechen, habe ich Anfang 2023. Aber der Schaden war bereits angerichtet: Trennung, Scheidung, 50:50 Wechselmodell, aber immerhin atme ich wieder frische Luft und kann das Licht am Ende des Tunnels sehen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ich mache mir keine Sorgen &#8211; Aus jeder Tiefphase kam ich immer stärker heraus, als ich zuvor war. Mit etwas Zeit und Motivation stand ich nach einigen Monaten besser da als zuvor. Das wird auch dieses Mal wieder so sein. Doch der Preis, den ich dafür zahle, ist hoch. Ich beginne jedes Mal ein neues Leben – das alte ist zum Großteil weg.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Dies ist ein Preis, den ich nicht mehr zahlen will. Was ich als Student oder Single in meinen 30ern noch ohne große Reue aufgegeben habe, ist ab einer gewissen Lebensphase nicht einfach so abzulegen. Irgendetwas muss ich tun – nicht um den Zyklus zu durchbrechen, der ist unvermeidlich aber diese Extreme muss ich verhindern lernen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Blick nach Innen</strong></h2>



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<p>Immer wenn ich es geschafft habe aus einem Loch in meinem Leben herauszukommen, hatte ich einen ganz klaren Impuls von außen, ein Problem, das ich direkt angehen konnte. Meinem unglücklichen Leben als Student bin ich entflohen, indem ich mir eine Freundin in Stuttgart gesucht habe und dort mit ihr ein neues Leben, mit neuen Freuden und einem neuen Studium begonnen habe. Ähnlich war es bei allen anderen Krisen – Firma an die Wand gefahren und Schulden -&gt; neue Karriere, geregeltes Einkommen und gelöst.</p>



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<p>Diesmal ist es anders. Es gibt hier keine Situation, keinen Ort, dem ich entfliehen will. Was ich hatte, wollte ich behalten. In dieser Krise kann ich nicht umhin, als auf mich selbst zu schauen und das Problem, das in mir steckt, anzugehen. Dafür habe ich in den letzten Monaten nach Mitteln und Wegen gesucht, wie ich mich selbst analysieren kann, mich selbst kontrollieren kann und wie ich Eigenschaften, die ich an mir mag, pflegen und hegen kann und Eigenschaften, die schädlich für mich sind, ausmachen und ihnen entgegentreten kann. Ich habe mich mit Achtsamkeit, Selbstreflexion, Stoizismus, Andrew Huberman, David Goggins uva. beschäftigt und viel gelernt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Den entscheidenden Anstoß zu dieser Selbstreflexion hat ein Film gegeben, der mich sehr fasziniert hat: „Stutz“. In diesem Film geht es um den Therapeuten von Jonah Hill, seiner Herangehensweise an Psychotherapie und den „Werkzeugen“, die er erfunden hat, um Menschen zu helfen, besser mit sich klarzukommen. Die Struktur dieses Blogs basiert auf seiner Arbeit und dem Prinzip der „<a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a>“.</p>



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<p>Die Arbeit an der <a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a>, ist für mich seit knapp einem halben Jahr der rote Faden an dem ich aus dem Labyrinth, in dem ich mich selbst gefangen habe, wieder herausfinde.<br>Hierbei handelt es sich um die Arbeit an den drei Grundpfeilern eines jeden Lebens: dem Körper, dem Sozialleben und der eigenen Gedankenwelt. Dabei werden viele unterschiedliche Methoden angewendet. Die wichtigste für mich ist ein sehr rigides und diszipliniertes Führen eines <a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Tagebuchs</a> und die Analyse dessen. Es bildet die Basis für die Struktur in meinem Leben.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wieso dieser Blog?</strong></h2>



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<p>Da ich dieses „<a href="https://kesselflitzer.de/das-journal/">Logbuch</a>“ schreibe, ist es mir wichtig, dass das, was ich schreibe, nicht verloren geht. Immerhin steckt hier drin viel Arbeit. Das ist aber nicht der wichtigste Grund, wieso ich eine öffentliche Plattform gewählt habe. Ich habe das Gefühl, wenn ich das Ganze hier nicht auf einer offenen Plattform mache, mit anderen teile und in den Diskurs trete, dann wird dieses Gerüst, das mir gerade so viel Stabilität gibt, irgendwann zusammenfallen. Irgendwann kommt wieder ein Tief, meine Schriften landen in einer Kiste oder unter dem Bett, werden von mir vergessen und ich falle wieder in ein Loch. Schreibe ich nur für mich und rede mit niemandem darüber, gibt es nichts und niemanden, der es sehen und diesen Fall aufhalten könnte.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Auf eine Weise ist es meine Idee oder mein Wunsch auf diesem Blog nicht nur eine Dokumentation meiner Reise in die Untiefen meines Geistes abzuliefern, sondern gleichermaßen eine Art Barometer für meinen Geisteszustand aufzubauen. Sollte ich gerade dabei sein mich wieder zu verlieren, sollten Freunde und Menschen, denen es etwas bedeutet, hier ablesen können, wie es um mich steht und mir eine Warnung zukommen lassen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Dazu fotografiere ich auch noch gerne und habe hier einen Ort, an dem ich meine Bilder ausstellen kann. Und da ich schon immer ein Fan von selbstreferenziellen Projekten war… Hier ist meins: von mir, mit mir und über mich.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Es hat was Befreiendes, seine Gedanken aufzuschreiben und real werden zu lassen. Sie werden greifbarer und bilden ein Fundament, auf dem ich etwas aufbauen kann. Und es ist beängstigend, mit seinen Gedanken und Gefühlen so nach außen zu gehen, sie mit anderen zu teilen und schlimmer noch, mit anderen darüber zu sprechen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Beides gute Dinge.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Worüber werde ich schreiben?</strong></h2>



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<p>Ich werde hier auf diesen Blog eine Mischung bieten aus einem offenen Tagebuch über die unerträgliche Leichtigkeit meines Seins und einer Dokumentation über alle Methoden, die ich anwende, um besser mit mir klarzukommen. Alle Artikel werden auf irgendeine Art und Weise mit dem Prinzip der „<a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a>“ verknüpft sein und hoffentlich euch Lesern einen Mehrwert bieten oder einen Grund, mit mir in Kontakt zu treten und über das Leben, dem Universum und den ganzen Rest zu quatschen.  </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zur Struktur: Die <a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Life Force</a> ist im Groben unterteilt in drei Teile: „Körper“, „Soziales“ und „Ich“. Körper bezieht sich auf Aktivitäten, wie Sport und Ernährung, Soziales, auf soziale Kontakte, wie Freunde, Familie und Arbeit und das „Ich“ bezieht sich auf das eigene Gefühlsleben. Dazu kommen noch ein paar weitere Elemente, die ich in weiteren Artikeln in diesem Blog beschreiben und dazu erzählen werde, wie ich diese wahrnehme und für mich interpretiere. Und es wird sicher noch einige Artikel über die Philosophie der Stoizisten geben, weil Stoiker halt geil sind.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Zum Abschluss noch ein Disclaimer: Ich bin weder gläubig noch spirituell, falls sich also jemand erhofft ich öffne hier irgendwelche Chakren oder geheime Pforten zur Transzendenz – nö. Dafür gibt es hoffentlich viel Wissenswertes über Methoden, mehr über sich selbst zu erfahren, Hammer Erfolgsgeschichten von meinen Fahrradtouren, Marathonläufen und vermutlich auch von selbstgemachten veganen Pfannkuchen.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ach ja, und wenn ihr jetzt weiterlesen wollt, so empfehle ich euch als Nächstes die Artikel, „<a href="https://kesselflitzer.de/die-macht/">Die Macht</a>“, „<a href="https://kesselflitzer.de/die-antagonisten/">Die Antagonisten</a>“ und „<a href="https://kesselflitzer.de/das-unvermeidliche/">Das Unvermeidliche</a>“, in dieser Reihenfolge zu lesen. Zusammen mit diesem hier, bilden diese vier Artikel, die Basis für diesen Blog.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Willkommen auf Kesselflitzer.</p>



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